Die ganze Welt ist heute durch und durch von den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und den daraus entwickelten technischen Errungenschaften geprägt. Dabei spielen chemische Verfahren eine zentrale Rolle.
Rudolf Steiner hat in seinen pädagogischen Vorträgen dezidiert auf damit einhergehende Herausforderungen hingewiesen: »Wir leben in einer Welt darinnen, die von Menschen hervorgebracht ist, die nach menschlichen Gedanken geformt ist, die wir benützen und von der wir nichts verstehen.«
Der Chemieunterricht der Waldorfschulen versucht, diesen Verständnismängeln Abhilfe zu schaffen. Er folgt dabei Steiners Aufforderung, das Prozesshafte der Chemie gegenüber der Substanzkunde zu betonen und an möglichst vielen Stellen Bezüge zur außerschulischen Lebenspraxis herzustellen.
Das vorliegende Heft beschreibt, was das im Detail für den Waldorfschul-Chemieunterricht bedeutet. Es sei Ulrich Wunderlin im Gedenken an ihn und seine großen Verdienste für diese Anliegen gewidmet.
